Seiffener Kirche + Kurrende |...

Höhe: 32cm | Breite: 52cm Exclusiver Schwibbogen mit der...

121,80 € *

Weihnachtsmarkt | Laubsägeschwibbogen

Höhe: 32cm | Breite: 52cm Exclusiver Schwibbogen mit...

139,80 € *

Schwibbogen Kurrende & Seiffener Dorf -...

Schwibbogen Kurrende kleines Dorf elektr. beleuchtet,...

171,00 € *

Schwibbogen Seiffener Kirche und Kurrende

Ein kleiner Schwibbogen - das ideale Geschenk und...

23,80 € *

   
 

Erzgebirgischer Schwibbogen | Lichterbogen

Bergmann, Klöpplerin und Symbol der sicheren Heimkehr - der Schwibbogen
Sie bieten einen stimmungsvollen Anblick, wenn sie mit echten oder künstlichen Kerzen geschmückt im Fenster die frühe hereinbrechende adventliche Dunkelheit erhellen - die Schwibbögen aus dem Erzgebirge. Die „schwebenden Bögen“, die gemauerte Bögen symbolisieren, die wiederum von zwei Mauern abgestützt werden, haben ihren Ursprung im Bergbaugebiet des Erzgebirges. Im Jahre 1726 wurde der Bergschmied Johann Teller in Johanngeorgenstadt von einem fröhlichen Adventsbrauch der Bergleute zu einer ganz besonderen Kerzenständerkreation inspiriert. Denn vor Weihnachten trafen sich die Männer unter Tage zuerst zur Andacht, dann zum unbeschwerten Feiern im Stollen, der sogenannten Mettenschicht. Um Licht in die ewige Nacht unter der Erde zu bringen, wurden Kerzen und Grubenlampen angezündet. Nun schuf besagter Schmied einen eisernen Kerzenständer in Form eines Bogens, auf den Wachskerzen aufgesteckt werden konnten. Um den Bogen künstlerisch zu gestalten, schnitt er aus seinem Inneren ein Motiv heraus. Damit war der Schwibbogen, der dem Wort „Schwebebogen“ entliehen ist, „geboren“.

Zu Anfang ihrer Existenz wurden die Schwibbögen ausschließlich aus Metall gefertigt und von religiösen Motiven geschmückt. Erst zu Beginn des 19. Jahrhunderts wurde das schmückende Beiwerk der Schwibbögen dem Alltag der Erzgebirgler entnommen. Doch daneben gibt es den typischen „Erzgebirgs-Schwibbogen“ der im Jahr 1937 entstanden ist und stets das gleiche Motiv darstellt: In der Mitte des Bogens stehen zwei Bergmänner, die von einem Schnitzer und einer Klöpplerin flankiert werden. Einige Jahre zuvor wurde der „Seiffener Schwibbogen“ nach einem Entwurf von Max Schanz geschaffen, der aus Holz gearbeitet war und die Kirche von Seiffen inmitten romantisch verschneiter Spielzeugmacher-Häuschen darstellt. Doch nicht minder beliebt sind hölzerne Schwibbögen, die winterliche Waldmotive, Krippenszenen und verschneite Erzgebirgslandschaften darstellen. 

Wer heute ein festlich erleuchtetes Fenster mit den anmutig geschwungenen Schwibbögen erblickt, fühlt sich sofort magisch von dem warmen Licht angezogen, ohne zu ahnen, welch tiefer Symbolcharakter diesem Stück erzgebirgische Handarbeit innewohnt. Der Schwibbogen stellt den Eingang einer Erzmine dar, deren Inneres nur von Kerzen- oder Lampenlicht erhellt werden konnte. Gleichzeitig bedeutet der im Fenster aufgestellte Schwibbogen dem heimkehrenden Bergmann, dass er hier zu Hause und in Sicherheit ist. So ist der traditionsreiche Schwibbogen gewissermaßen der Leitstern, der den Bergleuten den sicheren Weg zurück ins Heim weisen soll. 

Es gibt die erleuchteten Bögen in vielen Größen und Variationen, je nach Geschmack, Platz und Geldbeutel. Der größte Schwibbogen wurde im Jahr 2009 im Erzgebirge für den Dresdner Striezelmarkt geschaffen. Er dürfte nicht nur der größte seiner Art sein, sondern auch der einzige begehbare Schwibbogen weltweit.